AnlagenAusstellungenTipps/TricksVerein/KontaktDownloads/Links

Landschaftsbau
Technik
 

Altern von Gebäuden


Warum altern die? Warum müssen die alles dreckig machen? Diese Fragen stellen sich die meisten unserer Besucher immer wieder. Die einfache Antwort: Weil es in echt auch so ist! In der Natur ist alles dem Wind und Wetter ausgesetzt; in Städten wird jeder Gegenstand, vom Mülleimer an Straßenrand bis hin zu den Autos schnell mit einem matten Grauschleier bedeckt; und in der Industrie (oder auch bei der Bahn) sorgen Kohle- und Metallstäube für eine allgegenwärtige Dreckschicht.

Mit dem Altern stellen wir natürliche Verwitterung und Verschleiß dar. Verschiedene Möglichkeiten werden in der Fachpresse immer wieder diskutiert:

  • Airbrush
  • handelübliche Wasserfarben
  • spezielle Patina-Sets mit Ölfarben

Für das Altern von Gebäuden bevorzugen wir Wasserfarben, da hierbei Fehler korrigiert werden können, indem die zuviel oder falsch aufgebrachte Farbe einfach mit Wasser entfernt wird; diese Möglichkeit besteht bei Ölfarben und Airbrush nicht. Wasserfarben nehmen nach dem Trocknen eine matte Oberfläche an, was für Verwitterungsspuren glaubhafter wirkt. Sie sind außerdem die kostengünstigste und die mit dem geringsten Aufwand verbundene Variante der Alterung.

Wichtig bei der Verarbeitung der Wasserfarben auf Plastik ist ein kräftiger Schuss Spülmittel im Wasser, um ihm die Oberflächenspannung zu nehmen. Dadurch wird erreicht, dass die meist sehr dünnflüssigen Farben nicht vom Kunststoff abperlen, sondern gut anhaften. Als eine Art „Alterungs-Grundierung“ werden zuerst die dunkleren Farben (in der Regel schwarz und braun) aufgetragen, die später nicht mehr so stark zur Geltung kommen sollen. Es geht dabei darum, den Fabrikneuen Modellen ihren Kunststoff-Glanz zu nehmen. Je nach Situation werden im nächsten Arbeitschritt gezielt weitere Farben für bestimmte Verschleiss-Effekte aufgebracht: weiß für Kalkrückstände, pechschwarz für Ölspuren oder braun für Rost. Es sollte darauf geachtet werden, die Farben zwischen den einzelnen Arbeitsgängen immer trocknen zu lassen, da sich die verschiedenen Farben im nassen Zustand vermischen und nicht decken würden.

Bei dieser Art der Alterung kann eigentlich nichts falsch gemacht werden, da jederzeit durch Abwaschen der Farben der Urzustand wiederhergestellt werden kann. Was an welchen Stellen wie stark gealtert werden sollte, hängt von persönlichen Vorlieben und der jeweiligen Situation ab: ein Dampflok-BW braucht sicherlich mehr Patina als ein moderner Personenbahnhof. Oft ist (wie so oft im Modellbau) ein Blick in die Realität die beste Anregung, was zu tun ist.

Das Thema „Alterung“ ist immer wieder ein beliebter Aufhänger für Workshops bei uns im Club. Bei unseren Ausstellungen können Sie ebenfalls mehr erfahren, da wir oft vor Ort eine kleine Schau-Werkstatt eingerichtet haben, wo Sie unseren Mitgliedern über die Schulter schauen können.

nach oben